Unabhängig – nicht mit Tesla verbunden

Echter Weg: Empfehlungslink · Betreiber erhält ggf. Tesla-Gutschriften

Öffnen (öffnet tesla.com in neuem Tab)

Blog · Betrug erkennen · 06.10.2026

Verschenkt Tesla wirklich Bitcoin oder Aktien?

Von der Redaktion von Tesla-Rabatt-Check.de · veröffentlicht am 06.10.2026

Ein Livestream mit bekanntem Gesicht, darunter ein Laufband: „Zum Jubiläum verschenkt Tesla Bitcoin. Sende 0,1 und erhalte 0,2 zurück.“ Daneben ein QR-Code, eine Wallet-Adresse und ein Chat, in dem angeblich ständig jemand jubelt. Das Muster ist alt, die Verpackung wird jedes Jahr besser. Dieser Beitrag erklärt nicht Gutscheine, sondern genau diese Masche: Geld schicken, um mehr Geld zu bekommen.

Mythos Tesla verdoppelt Kryptowährung oder verschenkt Aktien an alle, die mitmachen.
Fakt Dafür haben wir keine Tesla-Quelle gefunden. Die Polizei sagt dazu klar: Wer für einen Gewinn erst zahlen soll, wird betrogen.

Kurze Antwort: Nein. Jedes Angebot, bei dem du zuerst etwas überweisen sollst, um mehr zurückzubekommen, ist Betrug. Egal, wessen Gesicht im Video zu sehen ist.

So läuft die Masche ab

Ablauf eines Krypto-Giveaway-Betrugs in vier Schritten Schritt 1 Video mit bekanntem Gesicht. Schritt 2 Aufforderung, Krypto an eine Adresse zu senden. Schritt 3 gefälschte Bestätigungen im Chat. Schritt 4 das Geld ist weg, es kommt nichts zurück. 1 Köder Video oder Post mit Promi-Gesicht 2 Forderung „Sende X, erhalte 2X“ + Adresse 3 Schein-Beweis Bots melden angebliche Gewinne 4 Ergebnis Geld weg, nichts kommt zurück
In Worten: Erst lockt ein Video oder Post mit einem bekannten Gesicht. Dann sollst du Kryptowährung an eine Adresse senden und die doppelte Menge zurückbekommen. Gefälschte Chat-Meldungen sollen zeigen, dass es funktioniert. Am Ende ist dein Geld weg.

Schritt 1, der Köder: Meist ein Livestream oder ein Video auf einer großen Plattform. Oft sind es alte Interviewausschnitte, in Schleife gespielt, oder ein mit KI veränderter Clip, ein sogenannter Deepfake. Häufig läuft das über einen gekaperten Kanal mit vielen Abonnenten, der kurz vorher umbenannt wurde.

Schritt 2, die Forderung: Eine Website im Look einer Firmenseite erklärt die „Aktion“. Du sollst Bitcoin, Ether oder eine andere Währung an eine Adresse schicken. Versprochen wird das Doppelte, manchmal gestaffelt nach Höhe der Einzahlung.

Schritt 3, der Schein-Beweis: Ein Live-Ticker zeigt angeblich eingehende und ausgehende Zahlungen, im Chat schreiben Konten „Hat geklappt!“. Beides lässt sich beliebig fälschen.

Schritt 4, das Ergebnis: Es kommt nichts zurück. Manchmal folgt eine zweite Forderung: Für die „Auszahlung“ seien noch Gebühren fällig.

Die Variante mit Aktien

Neben Krypto taucht immer wieder das Versprechen auf, Tesla verschenke Aktien – an Fans, an Jubiläums-Teilnehmer, an die „ersten 1.000“. Das Muster ist dasselbe, nur die Verpackung ändert sich. Mal sollst du eine „Bearbeitungsgebühr“ zahlen, mal eine „Depot-Eröffnung“ auf einer Plattform, von der du nie gehört hast, mal deine Bankdaten für die „Gutschrift“ angeben.

Echte Aktien liegen in einem Depot bei einer Bank oder einem regulierten Broker. Sie kommen nicht über einen Link in einem Livestream und nicht gegen eine Zahlung in Kryptowährung. Wer dir Aktien „schenken“ will, aber vorher Geld oder Zugangsdaten verlangt, verfolgt dasselbe Ziel wie beim Bitcoin-Trick.

Eine verwandte Masche sind angebliche Anlageplattformen, die mit dem Namen Tesla oder seines Chefs werben und hohe, sichere Renditen versprechen. Auch hier gilt: Ein Unternehmen, das wirklich verlässlich Geld verdoppeln könnte, bräuchte dein Geld nicht.

Warum der Name Tesla genutzt wird

Weil er Aufmerksamkeit garantiert. Tesla ist eine bekannte Aktie, der Chef ist eine öffentliche Figur, und um beide ranken sich Geschichten über Krypto. Das BSI beschreibt das Grundprinzip: Betrüger imitieren das Erscheinungsbild bekannter Unternehmen und streuen Beiträge mit dem Markennamen über soziale Netzwerke, die auf gefälschte Seiten führen. Ein Video mit vertrautem Gesicht senkt die Skepsis, ein großer Kanal wirkt seriös. Mehr nicht.

Quelle: BSI: Passwortdiebstahl durch Phishing, abgerufen am 06.10.2026.

Fünf Warnzeichen

  1. Verdopplung. Kein Unternehmen gibt dir das Doppelte für eine Einzahlung zurück. Das ist kein Angebot, sondern das Erkennungsmerkmal.
  2. Eine Wallet-Adresse statt eines Kontos. Kryptozahlungen gehen direkt an eine Adresse, ohne Bank, die du um Hilfe bitten könntest.
  3. Ein umbenannter Kanal. Sieh dir ältere Videos an. Passen sie überhaupt nicht zum Thema, wurde der Kanal vermutlich übernommen.
  4. Gekürzte oder seltsame Adressen. Das BSI warnt vor Linkverkürzern, die das echte Ziel verschleiern. Steht in der Adresszeile nicht der Name, den du erwartest, geh nicht weiter.
  5. Keine Spur auf der offiziellen Seite. Eine echte Aktion eines börsennotierten Konzerns stünde auf dessen eigener Website und nicht nur in einem Livestream.

Ein Gedanke hilft gegen den Sog des Augenblicks: Würde jemand wirklich jede Einzahlung verdoppeln, verlöre er mit jedem Teilnehmer Geld. Kein Unternehmen macht das. Der Ticker mit den „Rückzahlungen“ soll genau diesen Gedanken übertönen.

Schon gezahlt: was jetzt

Eine Krypto-Überweisung lässt sich nicht wie eine Lastschrift zurückbuchen. Trotzdem lohnt es sich, schnell zu handeln:

  • Transaktion dokumentieren. Transaktions-ID, Empfängeradresse, Betrag, Zeit, dazu Screenshots von Video, Kanal und Website mit vollständiger Adresse.
  • Handelsplattform informieren. Hast du über eine Börse gekauft und gesendet, melde den Vorfall sofort dort. Manche Plattformen markieren Betrugsadressen.
  • Anzeige erstatten bei der Polizei, in vielen Bundesländern auch online.
  • Nicht ein zweites Mal zahlen. Meldet sich jemand, der dein Geld gegen eine Gebühr „zurückholen“ will, ist das dieselbe Logik wie beim Gewinnversprechen. Die Polizei rät: Für einen Gewinn oder eine Rückzahlung nie vorher etwas bezahlen.

Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention: Falsche Gewinnversprechen, abgerufen am 06.10.2026.

Mit Angehörigen darüber reden

Viele, die auf solche Videos hereinfallen, kennen sich mit Krypto kaum aus und sehen nur ein vertrautes Gesicht. Wenn du Eltern, Großeltern oder Jugendliche im Umfeld hast, die gerade mit Kryptowährung anfangen, erzähl ihnen von diesem Muster, bevor sie darauf stoßen. Der wichtigste Satz ist kurz: „Wenn du erst etwas schicken sollst, um mehr zu bekommen, ist es Betrug.“ Und wer schon gezahlt hat, schämt sich oft. Mach klar, dass es um schnelles Handeln geht, nicht um Schuld.

Wo du meldest

Melde den Stream oder Post direkt auf der Plattform, damit er schneller verschwindet. Verdächtige E-Mails zu solchen Aktionen kannst du an die Verbraucherzentrale weiterleiten (phishing@verbraucherzentrale.nrw); deren Phishing-Radar sammelt aktuelle Warnungen. Für allgemeine Fragen zur IT-Sicherheit erreichst du das BSI-Service-Center unter 0800 274 1000.

Wie andere Maschen mit dem Namen Tesla aussehen, zeigen unsere Beiträge zu gefälschten QR-Codes an Ladesäulen und zu SMS rund um die Auslieferung. Die Übersicht über Fake-Gutscheine und Gewinnspiele steht auf unserer Seite zum Gutschein-Betrug.